German foundations of the Foundations Platform F20 call upon the German government for an accelerated climate action in Germany.

Many German foundations from the F20 partner circle attended the biggest gathering of foundations in Europe – the annual meeting of the Association of German Foundations (Bundesverband Deutscher Stiftungen) that took place in Mannheim, Germany, from 5-7 of June 2019.

With more than 2000 participants, this year’s StiftungsTag took place under the title “Our Democracy”. As their umbrella organisation, the Association of German Foundations is committed to enabling foundations to implement and realise their work and objectives more effectively, now and in the future. At the European level, the association cooperates with other national foundation associations (e.g. the DAFNE network), as well as with the European Foundation Centre (EFC). Since its inauguration, the F20 platform maintains good relations to the Association of German Foundations that comprises around 4000 German foundations.

One day before the annual meeting of the association at the StiftungsTag, F20 successfully published a joint call of “German Foundations for Future” on climate and sustainability. The call was signed by eight key founders and foundations, including the Michael Otto, Dietmar Hopp, Nathalie von Siemens, the BMW Foundation Herbert Quandt, the Deutsche Bundesstiftung Umwelt and the European Climate Foundation.

Together these founders and foundations called upon the German government in Berlin to accelerate climate action and invited German foundations to join. Due to the positive feedback and the media attention the call received, it remains open for further German foundations to sign.

In addition, a positive debate on climate and sustainability at the StiftungsTag was initiated through the shaping of principles for good practice of operating foundations. As a result of this process, the 4000 member foundations agreed to do their utmost to implement the Paris Climate Agreement and the 2030 Agenda with its 17 SDGs to protect the livelihood of all.

Despite the focus on German foundations at the StiftungsTag, the F20 platform could also make the connection to the international level. Klaus Milke, the F20 chair, and Augustine Magolowondo from the South Africa F20 partner foundation Democracy Works participated a panel discussion on “Democracy and SDGs.

First Signatories:

Alexander Bonde, Deutsche Bundesstiftung Umwelt Dietmar Hopp, Dietmar Hopp-Stiftung

Caio Koch-Weser, European Climate Foundation

Klaus Milke, Stiftung Zukunftsfähigkeit und Chair Foundations 20 Prof. Dr. Michael Otto, Umweltstiftung Michael Otto

Prof. Dr. Joachim Rogall, Robert Bosch Stiftung

Dr. Michael Schaefer, BMW Foundation Herbert Quandt

Dr. Nathalie von Siemens, Siemens-Stiftung

Further Signatories (to date, 16.07.2019):

Dr. Carola Otterstedt, Stiftung Bündnis Mensch & Tier,

Matthias Willenbacher, 100 prozent erneuerbar stiftung

Michael Beier, Heinz Sielmann Stiftung

Alexandra Wandel, World Future Council

Bürgermeisterin Gerda Stuchlik, Stiftung WaldHaus Freiburg

Mathias Mogge, Stiftung Welthungerhilfe


Please find the call (in German) below.

Deutsche Stiftungen für Zukunft:

oberste Priorität für Nachhaltige Entwicklung und Klimaschutz

Berlin, Bonn, Hamburg, Osnabrück, St.Leon-Rot, Stuttgart, 4. Juni 2019: Mehrere einflussreiche Stifter, Stiftungsvorsitzende und Generalsekretäre haben wenige Tage nach der Europa-Wahl und einen Tag vor Beginn des wichtigen Jahrestreffens Deutscher Stiftungen die Bundesregierung zu beschleunigtem Handeln beim Klimaschutz und der Umsetzung der UN-Nachhaltigkeitsziele (SDGs) aufgefordert. In einem heute veröffentlichten gemeinsamen Aufruf heißt es, das Pariser Klimaschutzabkommen und die 2030 Agenda mit den 17 UN-Nachhaltigkeitszielen müssten ambitioniert umgesetzt werden und die zentrale Grundlage für politische Entscheidungen sein.

„Deutschland als starkes Industrie-, Ingenieurs- und Bildungsland hat das Potenzial, eine glaubwürdige und kraftvolle Energie-, Mobilitäts- und Landwirtschaftswende zu gestalten“, so der Text. Wichtig dafür sei, „verlässliche politische Rahmensetzungen und Anreize zu schaffen“. Konkret fordern die Autoren noch in diesem Jahr ein verbindliches Klimaschutzgesetz sowie ein wirksames Aktionsprogramm für dessen Umsetzung. Darüber hinaus solle Deutschland aktiv mit Schwellen- und Entwicklungsländern bei der Umsetzung dieser Ziele zusammenarbeiten.

Die Verfasser erinnern in ihrem gemeinsamen Aufruf auch an den überwältigend klaren wissenschaftlichen Befund, dass die globalen Emissionen in den nächsten 10 Jahren halbiert werden müssten, um einen Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur über 1,5°C zu verhindern. Kurzsichtige Parteitaktik oder Wohlstandsversprechen auf Kosten zukünftiger Generationen dürften in der heutigen Politik deshalb keinen Platz haben, so die Autoren.

In dem gemeinsamen Appell fordern die Autoren darüber hinaus alle deutschen Stiftungen auf, sich unabhängig ihrer jeweiligen Programmatik „auch nach innen und nach außen “ klar für die Ziele des Pariser Klimaabkommens und die UN-Nachhaltigkeitsziele einzusetzen. Es sei bekannt, welche Technologien und Lebensstiländerungen auch in Zukunft ein gutes Leben ermöglichten. Die Autoren fordern die Politik deshalb dazu auf, den notwendigen Strukturwandel mit Konzepten anzugehen, die allen eine Perspektive geben.

Alle Stiftungen, die den Text mittragen, sind Mitwirkende bei der G20-Stiftungsplattform Foundations  20 (www.foundations-20.org). Über 50 hier aktive internationale Stiftungen fühlen sich als Teil der Lösung angesichts der globalen Klimaherausforderungen.

Kontakt:

Stefan Schurig, Secretary General F20 | stefan.schurig@foundations-20.org Tel: 040 249319 oder mobil +49 177 2510019

www.foundations-20.org

 

 

Der Appell im Wortlaut

4. Juni 2019

Deutsche Stiftungen für Zukunft

Deutschland hat sich gemeinsam mit über 180 anderen Staaten dazu verpflichtet, das Pariser Klimaschutzabkommen umzusetzen. Dies muss nun die Grundlage politischer Entscheidungen sein und bedeutet, dass Deutschland die eigenen Schritte zur Reduzierung der Kohlenstoffemissionen und zum Umbau aller Sektoren beschleunigt. Wichtig dabei sind entsprechende politische Rahmensetzungen und Anreize. Neben der Umsetzung des Kohleausstiegs brauchen wir in Deutschland deshalb ein verbindliches Klimaschutzgesetz und ein wirksames Aktionsprogramm für dessen Umsetzung.

Zentral ist dabei ein CO2-Preis, dessen Höhe eine spürbare Lenkungswirkung für Investitionen und neue Infrastrukturen entfaltet. Zudem ist Deutschland in guter Position, um gemeinsam mit wichtigen Schwellen- und Entwicklungsländern im beiderseitigen Interesse weitreichende Umsetzungspartnerschaften für die Klimaziele von Paris und die UN-Nachhaltigkeitsziele (SDGs) zu vereinbaren. Wir sollten die aktive Gestaltung einer so umfassenden gesellschaftlichen Entwicklung für eine lebenswerte Zukunft kommender Generationen nicht an kurzfristiger Parteitaktik scheitern lassen, sondern entschieden angehen.

Als deutsche Stifter und Vertreter von Stiftungen sehen wir uns in besonderer Weise der nachhaltigen Entwicklung und der Umsetzung der SDGs gegenüber verpflichtet. Die von uns ins Leben gerufenen bzw. repräsentierten Stiftungen wollen selbst ein Teil der Lösung sein. Mit unterschiedlichen Schwerpunkten und Strategien verfolgen alle das Ziel, politische Entscheidungsträger anzuspornen und dabei zu unterstützen, die Ziele des Pariser Klima- Abkommens und die 17 Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen von 2015 entschieden umzusetzen.

Die absehbaren Risiken der Klimakrise werden in einem alarmierenden Tempo sichtbarer. Bis 2030 müssten die globalen Emissionen in etwa halbiert sein, um gute Chancen zu haben, den globalen Temperaturanstieg auf 1,5°C zu begrenzen.

Es ist bekannt, mit welchen Technologien und Lebensstiländerungen dies umgesetzt werden kann, so dass auch in Zukunft ein gutes Leben möglich ist. Wir fordern die Politik deshalb dazu auf, den notwendigen Strukturwandel mit Konzepten anzugehen, die allen eine Perspektive geben.

Wir als Stifter und Stiftungsvertreter stehen zu dem Generationenvertrag, der auch gerade jetzt wieder von der weltweiten Fridays for Future Bewegung eingefordert wird. Wir rufen dazu auf, der Klimakrise mit konsequentem Handeln zu begegnen. Wir fordern, das Grundprinzip, zukünftigen Generationen einen intakten Planeten zu hinterlassen, (wieder) zum Prinzip des politischen Handelns zu machen. Viele Unternehmen haben ihre Geschäftsmodelle längst darauf eingestellt und entsprechend modernisiert. Finanzmarktakteure schichten ihre Investitionen um.

Viele Länder in der EU drängen darauf, die Klimaziele so weiterzuentwickeln, dass sie zu der Obergrenze des Pariser Klimaabkommens für den weltweiten Temperaturanstieg passen. Die Bundesregierung muss diese Veränderungen durch klares und verlässliches Handeln unterstützen.

Wir laden alle Stiftungen ein, die sich in den nächsten Tagen beim StiftungsTag in Mannheim zusammenfinden, mit uns ihre Stimme zu erheben und im Sinne der SDG und der Klimaziele von Paris nach innen und nach außen tätig zu werden.

Deutschland als starkes Industrie-, Ingenieurs- und Bildungsland hat das Potenzial, eine glaubwürdige und kraftvolle Energie-, Mobilitäts- und Landwirtschaftswende zu gestalten – und diesen Impuls in den Kreis der G20-Länder zu tragen.

Die Welt schaut auf uns! Sie erwartet eine starke Stimme für die notwendige Klimakooperation aus Deutschland und der EU.

 

 

Erstunterzeichende:

Alexander Bonde, Deutsche Bundesstiftung Umwelt Dietmar Hopp, Dietmar Hopp-Stiftung

Caio Koch-Weser, European Climate Foundation

Klaus Milke, Stiftung Zukunftsfähigkeit und Chair Foundations 20 Prof. Dr. Michael Otto, Umweltstiftung Michael Otto

Prof. Dr. Joachim Rogall, Robert Bosch Stiftung

Dr. Michael Schaefer, BMW Foundation Herbert Quandt

Dr. Nathalie von Siemens, Siemens-Stiftung

Weitere Unterzeichnende (Stand 16.07.2019):

Dr. Carola Otterstedt, Stiftung Bündnis Mensch & Tier

Matthias Willenbacher, 100 prozent erneuerbar stiftung

Michael Beier, Heinz Sielmann Stiftung

Alexandra Wandel, World Future Council

Bürgermeisterin Gerda Stuchlik, Stiftung WaldHaus Freiburg

Mathias Mogge, Stiftung Welthungerhilfe

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